„Odette, für dich!“, oder: Wie ich mir vor einigen Jahren die Zukunft des Fernsehens vorstellte (1)

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Von allen Konzepten für Fernsehserien, die ich mir in diesem Jahrhundert ausgedacht habe, ist dies eines der mit Abstand am wenigsten realisierten. Also, realisiert sind alle nicht, aber bei den meisten anderen gab es wenigstens Co-AutorInnen, Gespräche mit Produzenten oder Redakteurinnen, und einmal floss sogar ein wenig Geld (Größenordnung halbes Sofa). Bei dieser Geschichte hier kann von all dem keine Rede sein, aber ich hatte 2010 ein paar schöne Abende damit. Wenn ich mir heute die ironische B-Promi-Dichte (Gülcan Kamps?!) und den Konzeptprosa-Schmus ansehe, verstehe ich auch, warum ich damals irgendeinen Wettbewerb damit verloren habe.

Man merkt jedenfalls meine unverhohlene Begeisterung für die amerikanische Detektivserie „The Rockford Files“ mit James Garner („Detektiv Rockford: Anruf genügt!“), die in Deutschland Ende der Siebziger lief, wenn meine Eltern abends weg waren. (Das Foto zeigt zwei Teile eines Rockford-Tryptichons, das ich vom Fernseher abfotografiert, vom Drogeriemarkt auf Leinwand habe ziehen lassen und dann in mein Büro gehängt habe. Links Gretchen Corbett als Jim Rockfords Anwältin Beth Davenport; rechts Rockfords Pontiac Firebird, vor dem Haus seines Vaters Rocky.)

Titel:

Odette, für dich!

Genre:

Halbstündige Comedy mit Detektiv- und Familienserien-Elementen.

Thema:

„Odette, für dich!“ handelt vom verspäteten Erwachsenwerden einer relativ jungen Frau, die nach ihrer Kündigung wieder bei ihrer Familie einzieht und von einem Wohnmobil in deren Garten aus als eine Art Detektivin arbeitet.

Kurzinhalt:

Odette von Schmidt, Mitte 30, ist die jüngste Tochter einer versnobten Hamburger Notarsfamilie. Als die Frauenzeitschrift, bei der Odette als Promi-Reporterin arbeitet, eingestellt wird, kauft sie von der Abfindung ein Wohnmobil, um damit um die Welt fahren. Sie kündigt ihre Wohnung, und als sie ihren Freund abholen möchte, um mit ihm auf Weltreise zu gehen, überrascht sie ihn mit einer anderen Frau.

Allein und ohne Geld, aber mit Wohnmobil, beschließt Odette, zu ihrer Familie zurückzukehren, die in einer Villa in einem Elbvorort residiert. Ihre Eltern und Geschwister sind alles andere als begeistert, aber Odette lässt sich nicht abwimmeln: Sie parkt das Wohnmobil auf dem feinen englischen Garten hinterm Haus und wohnt von nun an hier.

Da Odette hilfsbereit, liebenswürdig und durch und durch positiv eingestellt ist, fällt es anderen leicht, sie um Gefallen zu bitten: Insbesonderen ihren alten Bekannten aus der Welt der Fernseh-Prominenz, für die Odette von nun an verlorene Schoßhündchen und gestohlene Solariums-Monatskarten aufspürt.

Als ihr Vater spottet, sie könne sich ja gleich „Privatdetektivin“ nennen, findet Odette das eine gute Idee. Von nun an klingelt immer wieder das Telefon in der Villa, und ihre Mutter muss aus dem Fenster in den Garten rufen: „Odette, für dich!“

Da all ihre Familienmitglieder auf unterschiedliche Weise nachlässig, gedankenlos, egozentrisch oder boshaft sind, behindern sie Odette bei der Lösung ihrer Fälle, aber auf Umwegen kommt alles immer zu einem guten Ende. Und Odette lernt, dass ihre Familie in Wahrheit verarmt und ihr Vater ein Gauner ist, und dass man wahre Familie an den seltsamsten Orten findet, vielleicht sogar in der scheinbar oberflächlichen Welt der Fernseh-Promis.

Beschreibung der Serienidee

„Odette, für dich!“ ist eine Comedy-Serie über eine Frau Mitte 30, die vor dem Nichts steht, als sie ihren Job verliert. Und die sich dann neu erfindet, einfach, indem sie sich intuitiv auf das verlässt, was sie ist: hilfsbereit, liebenswürdig und durch und durch positiv. Und die sich dann mit diesen Qualitäten in der Welt zurechtfindet und gegen ihre missgünstige, geldgierige und einfach unmögliche Familie behauptet. Ohne dieser Familie jemals übel zu nehmen, dass sie Odette verspottet oder ausnutzt: All dies perlt an Odette ab, denn sie ist unerschütterlich und stark.

Die Pilot-Folge

Am Anfang aber erleben wir Odette bei einer Niederlage: Die Frauenzeitschrift, bei der Odette als Promi-Reporterin arbeitet, wird eingestellt, alle werden entlassen. Odette bekommt eine Abfindung, aber als sie versucht, sich anderswo zu bewerben, stellt sie fest, dass sie im Grunde keinerlei Qualifikationen hat: Sie kann nur mit mittelmäßig berühmten Menschen reden und harmlose bis alberne Geschichten über sie schreiben, und dafür stellen andere nur noch Berufsanfängerinnen ein. Ihr Freund, ein nichtsnutziger und flatterhafter Musiker, den sie bisher finanziell unterstützt hat, rät ihr, sich von der Abfindung einen Traum zu erfüllen. Odette möchte eine Weltreise machen, und sie stellt sich vor, dies in einem Wohnmobil zu tun: Sie fahren einfach los, ihr Freund macht Straßenmusik, und sie leben in den Tag hinein. Die Abfindung reicht genau für ein nagelneues, absurd großes Wohnmobil. Odette kündigt ihre Wohnung und fährt mit dem Wohnmobil zu ihrem Freund, um ihn zu überraschen und abzuholen, aber er ist gerade mit einer anderen Frau im Bett: Es ist aus (was ihn nicht daran hindert, sie noch um Geld anzupumpen, aber sie hat keins mehr).

Zum zweiten Mal in kurzer Zeit hat Odette etwas verloren: erst ihre Ersatzfamilie in der Redaktion, nun ihren Freund. Sie sitzt allein am Steuer des Wohnmobils und fragt sich, wohin sie nun noch gehört. Odettes Handy klingelt: Die Moderatorin Gülcan Kamps will sich erkundigen, ob denn nun die Homestory über sie noch erscheint, wegen der Odette sie vor zwei Wochen besucht hat. Außerdem will sie Odette etwas Unglaubliches erzählen, aber als sie merkt, dass Odette mit ihren Gedanken woanders ist, fragt sie, was los ist. Odette umreißt ihre Situation und sagt, dass sie nicht mehr weiß, wohin sie gehört, und außerdem müsse sie sich kurzfassen, ihr Akku sei gleich leer. Gülcan sagt, Familie sei doch das wichtigste im Leben, und sie sei so froh, ihre eigene zu haben. Odette wird klar, dass sie zu ihrer Familie muss, und bevor die Verbindung abreißt, gibt sie Gülcan die Nummer dort.

Zu ihrer Familie hat Odette nur noch wenig Kontakt, denn ihre Eltern sind ganz anders als sie: negativ, zynisch, nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht. Ihr Vater ist ein versnobter Hamburger Notar, ihre Mutter eine arrogante Elbvorort-Königin, die Hof hält im Bistro des Golfclubs. Ihr Zwillingsbruder ist ein egozentrischer Kleinkünstler, der nie richtig Fuß gefasst hat und noch bei den Eltern wohnt, und ihre ältere Schwester wartet im Grunde nur auf das Erbe der Eltern. Aber Familie ist Familie, und die Eltern haben ein großes Haus mit Garten in den Hamburger Elbvororten. Also lenkt Odette ihr Wohnmobil dorthin, weil sie keinen anderen Ort hat, wohin sie gehen könnte.

Ihre Eltern versuchen auf windige Art und Weise, Odette abzuwimmeln, als sie plötzlich vor der Tür steht. Und jetzt erleben wir zum ersten Mal, dass sich hinter Odettes sonniger Grundhaltung auch eine Stärke und Sturheit verbirgt: Sie macht auf dem Absatz kehrt, steigt in ihr Wohnmobil und lenkt das riesige Gefährt durch die sorgsam gestutzte Hainbuchen-Hecken auf den englischen Rasen ihrer Eltern, um von nun an hier zu bleiben. Während Odette das Innere ihres Wohnmobils erkundet und sich für die Nacht vorbereitet, findet ihre Familie in der Villa unterschiedliche Wege, um die neue Situation zu ignorieren. Bis das Telefon klingelt, weil Gülcan anruft, und Odettes Mutter aus dem Fenster rufen muss: „Odette, für dich! Irgendeine Türkin. Wenigstens hast du schon eine Putzfrau gefunden.“

 

Odettes Familie

Im Laufe der nächsten Folge stellt Odette fest, dass die wohlhabende Snobwelt ihrer Familie nur noch Fassade ist. Ihre Mutter klammert sich zwar noch an die Illusion von Reichtum und Vornehmheit, aber in Wahrheit hat ihr Vater sich als Notar auf allerhand krumme Geschäfte eingelassen und dabei nicht nur das Geld von Mandanten verspekuliert, sondern auch einen Großteil des Familienvermögens verloren. Odettes (zweieiiger) Zwillingsbruder ist nicht, wie immer vorgesehen, in die Fußstapfen des Vaters getreten, denn er leidet unter einer Leseschwäche und kann daher nicht die Kernaufgabe des Notars erfüllen: anderen Menschen für viel Geld die Verträge vorlesen, die sie abgeschlossen haben. Wie sich herausstellt, wohnt Odin wieder in seinem Jugendzimmer und verfolgt seinen Lebenstraume, Pantomime oder Clown zu werden. Und auch ihre ältere Schwester Frigga lebt seit ihrer Scheidung mit ihrem 16-jährigen Sohn Friedrich wieder zu Hause, offizielle Begründung: „Weil Mutter pflegebedürftig ist.“ Tatsächlich kann sich die Mutter nach einem Augenlifting für einige Zeit nicht im Haus zurechtfinden.

Odette kommt also nach längerer Abwesenheit in eine Art Familien-Panoptikum, wo jedes Familienmitglied versucht, sie auszunutzen. Obwohl sie in einem Wohnmobil im Garten lebt und keinen richtigen Beruf hat, ist sie die einzige Erwachsene in der Familie und muss die Verantwortung für eine Gruppe von kindischen und selbstsüchtigen Egozentrikern übernehmen, die sie aber trotz allem liebt. Besonders hängt sie an ihrem Neffen Friedrich, der auch die einzige positive Ausnahme in der Familie ist: nach außen ein wortkarger und obercooler Skater, der ab und zu geheimnisvoll tiefsinnige Einzeiler loslässt, schreibt er von allen unbemerkt gute Noten in der Schule und unterstützt Odette bei der Lösung ihrer Fälle.

Odettes Fälle

Dank ihrer vielen Jahren als Promi-Reporterin hat Odette ein großes Netzwerk an Bekanntschaften aus der Welt der Schauspieler, Fernsehmoderatoren und Schlagersänger. In jeder Folge taucht eine reale Person aus dieser Welt auf und wendet sich mit einem Problem an Odette, weil alle wissen, wie hilfsbereit und gutmütig sie ist. Die Beispiele hier sind Platzhalter; tatsächlich wäre es zum Beispiel denkbar, dass ein Fernsehsender in „Odette, für dich!“ das an ihn gebundene Personal auf sympathische und unterhaltsame Weise präsentiert. Denn Prominente wie Gülcan Kamps, Sky Dumont oder Daniel Küblböck werden in „Odette, für dich!“ nicht vorgeführt, sondern spielen sich auf clevere, selbstironische und dadurch liebenswürdige Weise selbst als echte Menschen. Mit Problemen, die auf den ersten Blick zwar immer ein wenig lächerlich erscheinen, weil sie das Image des jeweiligen Promienten auf die Schippe nehmen, deren Lösung durch Odettes Menschlichkeit aber eine gewisse Wärme ausstrahlt und nicht zur Verhöhnung wird. Zum Beispiel:

Gülcan geht ein Licht auf

Gülcan Kamps erzählt in Folge 2, dass seit ihrer Teilnahme am „Perfekten Promi-Dinner“ ihre Jahreskarte fürs Solarium verschwunden ist. Beim „Promi-Dinner“-typischen Herumschnüffeln in der Wohnung der Gastgeberin hat offenbar einer der drei anderen Teilnehmer die Jahreskarte gestohlen. Odette lädt die drei anderen Teilnehmer in den Garten ihrer Eltern zum Grillen ein, um in einer Agatha-Christie-artigen Situation den Dieb zu überführen. Diese Veranstaltung, eine milde Parodie des „Perfekten Promi-Dinners“, wird von Odettes Familie zwar nach Kräften sabotiert, aber Odette findet dennoch einen Weg, das Problem zu lösen: der Täter muss sich nicht outen, sondern soll ihr einfach anonym die Jahreskarte schicken, die sie dann Gülcan zurückgeben wird. Als der Brief mit der Jahreskarte eintrifft, öffnet ihn Odin, wovon Odette aber nichts erfährt: Wir sehen nur, wie der blasse Odin miteinem furchtbaren Sonnenbrand durchs Bild wankt, während Odette in der letzten Szene der Folge Gülcan davon überzeugt, den Verlust der Jahreskarte als Zeichen anzunehmen, sich von Oberflächlichkeit und Bräunungssucht loszusagen, und Gülcan beschließt, ihr Image zu verändern: „Ich glaube, ich werde mir auch die Blondierung rauswachsen lassen. Ja, gleich morgen fange ich damit an!“

Joey Kellys Klotz am Bein

Joey Kelly, Ex-Kelly-Family und Extrem-Athlet, hat einen neuen Fitnessschuh erfunden: Er hat unter der Sohle einen vorne oder hinten einrastbaren Kunststoffblock, der einem das Gefühl gibt, immer Treppen zu steigen (oder sie zur Belohnung wieder hinabzugehen), damit Waden- und Oberschenkelmuskeln trainiert werden. Leider hat es kurz nach der Einführung zahlreiche Unfälle gegeben, außerdem ist der Markt von in Infomercials beworbenen Fitnessschuhen mit halbrunder Sohle dominiert, und Joey ist überzeugt, dass es eine Verschwörung gegen ihn und sein Produkt gibt, die aufzudecken er Odette beauftragt. Allerdings war schon die Namenswahl seines Produktes unglücklich: „Clots“ ist, wie er nicht müde wird zu erklären, eine Verbindung von „Cloggs“ mit dem „t“ für Treppe. Allerdings ist ihm die deutsche Redewendung „Klotz am Bein“ nicht geläufig. Wohl aber Odettes Vater, der einen Weg sucht, einem missliebigen Partner in seiner Notariats-Kanzlei eins auszuwischen und ihm zu demonstrieren, was er von ihm hält. Als ihr Vater bei Odette einen Karton mit „Clots“ findet, bietet er ihr großmütig an, Joeys Problem dadurch zu lösen, dass er Joey die gesamte Erstproduktion von 20.000 Stück abnimmt. Angeblich, weil er an einen Markt in Südosteuropa glaubt: „Die sollen auch mal das Gefühl haben, dass es bergauf geht.“ Tatsächlich dreht er das faule Investment seinem missliebigen Kanzlei-Partner an, um ihm so zu zeigen, dass er ihn für einen „Klotz am Bein“ hält. Davon weiß Odette nichts, und das ist auch besser so, denn beim besagten Partner handelt es sich um Klaus Töfting (siehe Hauptfiguren), der für Odette schwärmt und immer wieder versucht, die dunklen Machenschaften ihres Vaters aufzudecken.

In der Sauna mit Elton

Fernsehmoderator Elton schüttet Odette sein Herz darüber aus, wie unglücklich er in seiner Rolle als Moderator und Dauerteilnehmer an Stefan-Raab-Sendungen ist: all der Ruhm, der große Druck, und doch irgendwie das Gefühl, sich nicht weiter zu entwickeln. Richtig glücklich sei er nur in der Anfangszeit als Praktikant bei Raab gewesen, bevor dieser ihn das erste Mal  vor die Kamera holte, denn damals sei noch alles offen gewesen und die Welt voller Möglichkeiten. Er beauftragt Odette, ihm eine neue Identität zu verschaffen. Sie besinnt sich darauf, dass er als Praktikant glücklich war, und besorgt ihm einen Praktikumsplatz im Wellness-Bereich des Golfclubs ihrer Mutter. Dort wird Elton zu einer Art Gigolo, was wir in Andeutungen erfahren und was Odette ignoriert, aber alles ist gut, denn entwickelt daraus ein eigenes Talkshowkonzept („In der Sauna mit …“) und Odettes Mutter ist, dank des Gigolos Elton, zum ersten Mal wieder entspannt und zugänglich.

 

„Hier spricht Sky Dumont“: Das Voice-over und andere wiederkehrende Elemente

„Odette, für dich!“ lebt von relativ komplexen Plots und von Anspielungen auf die reale Fernsehkultur. Um Zeit zu sparen, Kompliziertes zu vereinfachen, den Zuschauer immer mitzunehmen und die heiter-freundliche Grundstimmung zu verstärken, wird jede Folge von einem Erzähler aus dem Off begleitet: Sky Dumont (oder ein bekannter Synchronsprecher, z.B. Norbert Langer, deutsche Stimme von Tom Selleck in „Magnum“) gibt sich als alter Bekannter von Odette zu erkennen, erklärt ihren Charakter und fasst aufwendigere Handlungsstränge oder längere Entwicklungen im Ton eines freundlichen, allwissenden Märchenerzählers zusammen, während wir kurze, illustrierende Szenen sehen (was zum Beispiel dazu führt, dass sich die Exposition der Pilotfolge, von Odettes Kündigung bis zum Erwerb des Wohmobils, in wenigen Minuten erzählen lässt). In anderen, eher dialog- oder slapstickgetriebenen Szenen, schweigt der Erzähler, bis es wieder etwas zu kommentieren oder zu vermitteln gibt.

Die Serie beschränkt sich auf wenige Schauplätze (vor allem in Haus und Garten von Odettes Eltern, Odettes Wohnmobil, der Kanzlei ihres Vaters, und in der Welt des jeweiligen Promis), aber es werden immer wieder ganz kurze Rückblenden oder Standbilder gezeigt, die das aktuelle Geschehen oder die Äußerung einer Person einordnen oder karikieren:

– Wenn jemand die Beobachtung wagt, „von Schmidt“ sei ein eher ungewöhnlicher Adelstitel, sagt Odettes Vater Cord von Schmidt arrogant: „Dieser Titel ist unserer Familie vor Hunderten von Jahren für Verdienste ums Vaterland verliehen worden.“ In einer kurzen parallelen Szene sehen wir dazu, wie ein Urahne von Schmidts, gespielt vom gleichen Schauspieler, in leicht übertriebenem Mittelalterkostüm, in einer mittelalterlichen Kirche mit der Zunge zwischen den Zähnen ein Kirchenbuch fälscht, indem er ein „von“ vor „Schmidt“ kritzelt, und nebem ihm zählt ein Küster Goldstücke;

– Wenn Odettes Vater Cord von Schmidt telefoniert und mit wichtigtuerischer Miene und Blick auf das gerahmte Helmut-Kohl-Porträt auf seinem Schreibtisch den Umstehenen zuflüstert: „Das ist Dr. Kohl, wegen der Spende, ich darf nicht darüber reden“, sehen wir, wie ein weißbekittelter Arzt mit dem Namenschild „Dr. Jürgen Kohl, praktischer Arzt“, ins Telefon sagt: „Herr von Schmidt, Sie brauchen definitiv keine Nierenspende, kein Mensch braucht drei funktionierende Nieren, auch nicht zur Sicherheit; ich rate Ihnen, das nie wieder zu erwähnen“;

– Wenn Odettes Bruder Odin der Familie erklärt, er sei dabei, eine völlig neue Kunstform zu entwickeln und brauche dafür auch weiterhin ihre Unterstützung, sie müssten einfach an ihn glauben, sehen wir kurz, wie Odin in einem so gut wie leeren Nachbarschaftsheim auf der Bühne steht und im Pantomimen-Outfit eine unsichtbare Wand abtastet und dazu ausruft: „Oh mein Gott, ich bin eingesperrt! Eine Wand! Fast wäre ich dagegen gelaufen!“;

– Wenn Odettes Mutter zu ihr sagt: „Gut, dann bleibst du eben in deinem Wohnmobil, du hast dich im Garten ja schon immer am wohlsten gefühlt“, sehen wir eine hübsche Aufnahme von Odette als junges Mädchen in einem Baumhaus im Garten. Und wenn Odette antwortet: „Ja, und ich hatte ja auch keine Wahl, denn du hattest ja schnell eine andere Verwendung für mein Zimmer“, sehen wir, wie Odettes Mutter in Odettes Mädchenzimmer raumgreifend und zu einem lauten Sidney-Rome-Video, in absurdem Achtziger-Jahre-Sportdress, Aerobic macht.

 

Die Hauptfiguren

Odette von Schmidt

35, blond, eher apart als hübsch, aber anziehend: eine charismatische, sonnige Erscheinung mit großer innerer Stärke und einem durch und durch positiven Welt- und Menschenbild.

Sie ist hilfsbereit, liebenswürdig und einfallsreich, wirkt auf den ersten Blick naiv, dabei ist sie einfach gutmütig. Ihre Familie nutzt sie aus, aber weil Odette nicht in Kosten-Nutzen-Kategorien denkt, schadet ihr dies nicht, weil es sie nicht verletzt. Sie scheint eine Träumerin zu sein, dabei hat sie das seltene Talent, wirklich im Augenblick zu leben, deshalb plant sie nicht für die Zukunft.

Wichtig ist ihr, dass es allen gut geht. Dabei kann sie sich durchaus zur Wehr setzen, wenn ihre Familie zu dreist wird. Mit freundlichen, aber deutlichen Worten, mit Taten (zum Beispiel, indem sie auf Abweisung reagiert, indem sie ihr Wohnmobil einfach im Garten parkt) oder passiv, indem sie die eine oder andere Unverschämtheit einfach nicht an sich heranlässt. Obwohl ihre Familie schräg ist, hat Odette eine ganz klassische Rolle in der Familienkonstellation: Im tiefsten Herzen hat sie sich immer nach der Anerkennung ihres Vaters gesehnt, strebt nach Abgrenzung von ihrer ewig jungen Mutter, und ist zum schwarzen (oder hellen) Schaf der Familie geworden, weil die besten Geschwisterrollen schon besetzt war: die des Nesthäkchens durch ihren Bruder Odin, die der strebsamen guten Tochter durch ihre ältere Schwester Frigga.

Im der Komik der Serie ist Odette prinzipiell die straight woman. Was sie tut, ist zwar Motor der Handlung, aber sie reagiert auf den Sarkasmus, die Frechheiten und Eigenarten der anderen eher mit Staunen und innerer Ernsthaftigkeit, was die Serie davor bewahrt, zu überdreht zu werden. Allein für sich würde Odette mit ihrer unerschütterlich positiven Grundhaltung und ihrem sonnigen Gemüt leicht exzentrisch wirken, aber im Kontext der Serie und im Zusammenspiel mit ihrer Familie ist sie die „normale“ Identifikationsfigur, wobei die Zuschauer immer ein wenig bangen müssen, ob Odette nicht doch übervorteilt wird.

Cord, ihr Vater

Anfang 60, hanseatischer Grandseigneur mit angelsächsischen Prätentionen, vollem aber nicht ganz echt aussehendem Haar und einem offensichtlich erschlichenen Adelstitel („von Schmidt“). Notar in 5. Generation, hat aber das Vermögen der Familie und seiner Mandanten verspekuliert, ist in allerhand zwielichtige Geschäfte verwickelt, immer auf das große Geld und seinen eigenen Vorteil bedacht; im Grunde ein Gauner, aber nach außen hin charmant bis schneidend arrogant, je nachdem, was die Situation erfordert. Er befindet sich in einer Dauerfehde mit dem jüngeren Kanzlei-Partner Klaus Töfting, den er abstoßend rechtschaffen findet, und der immer kurz davor ist, Cords dunkle Machenschaften aufzudecken. Von seiner Tochter Frigga ist er enttäuscht, seinen Sohn Odin versucht er so gut es geht zu ignorieren, und im Grunde seines Herzens ist ihm Odette am nächsten, denn ihre sonnige Ausstrahlung sind wie ein Naturereignis für ihn, das er nicht versteht. Ein Teil von ihm wünscht sich, dass sie ihn respektiert, aber der größere Teil von ihm kann nicht anders, als sie auszunutzen und in seine Gaunereien zu verwickeln.

Freya, ihre Mutter

Anfang 60, mit großer, harter blonder Frisur, Perlenkette; meist im Golfdress, den sie trägt wie ein strenges Kostüm. Geriert sich als Gesundheitsfanatikerin, ist aber ab 16 Uhr 30 meist mit Longdrink anzutreffen, „für meine Nerven“. Schönheitsoperiert, eine Spur zu braun, in jeder Hinsicht hart, durch und durch materialistisch. Freya ist die intelligenteste in der Familie, weiß damit aber nichts anzufangen, als ihren eigenen Vorteil zu mehren. Ihr fehlt der zwischen Gaunerei und Herzlichkeit oszillierende Charme ihres Mannes, sie ist direkt, konfrontativ und steht zu ihren Vorurteilen. Ihre wenige Wärme reserviert sie für ihren Sohn Odin, dem sie alles verzeiht und den sie in jeder Spinnerei unterstützt. Sie hat einen gewissen Respekt vor Odette, weil Odette so ganz anders ist als sie, und piesackt ungerechterweise am liebsten ihre ältere Tochter Frigga, die ihr viel ähnlicher ist. Das Wichtigste ist ihr, um jeden Preis die Fassade aufrechtzuerhalten, dass die von Schmidts eine intakte und erfolgreiche Familie sind.

Odin, ihr (zweieiiger) Zwillingsbruder

35, blass, blond und zierlicher als Odette. Die Enttäuschung seines Vaters, weil er wegen seiner Leseschwäche nicht dessen Notariat erben kann. Dafür von seiner Mutter verzogen, hat nie einen Beruf gehabt, lebt für seine Kleinkunst. Sehr schweigsam, außer bei seinen Pantomimen. Ist ganz auf sich selbst bezogen und meist im Hintergrund, während die anderen streiten, mit Jonglieren o.ä. beschäftigt. Odette sucht seine Nähe und will ihn immer wieder herausfordern, sich nützlich zu machen, was jedes Mal in einer mittleren Katastrophe endet.

Frigga, ihre ältere Schwester

38, brünett, klassische Schönheit; geschieden von einem ganzheitlich arbeitenden New-Age-Zahnarzt, wobei die genauen Umstände der Scheidung nicht ganz klar werden: Ihr Sohn Friedrich sieht jedenfalls sehr lateinamerikanisch aus, und Frigga hat vor 17 Jahren in Buenos Aires Wirtschaftswissenschaften studiert und abgebrochen. Sie ist zynisch, sarkastisch, recht derb und negativ; hat vom Vater das Gaunerhafte und von der Mutter die materialistische Grundhaltung. Sie wartet nur auf das Erbe der Eltern. Odette ist ihr wegen ihres Naturells ein Dorn im Auge, aber in echten Krisensituationen finden die beiden Schwestern Wege, für Momente zusammen zu halten.

Friedrich, ihr Neffe

Sohn von Frigga, 16, dunkle Locken und dunkler Teint. Ein Slacker und Skater, der sich durch betont cooles und lässiges Auftreten von seiner Umgebung abgrenzt. In Wahrheit aber ein Musterschüler und der einzige Fleißige in der Familie. Er kommentiert das Familiengeschehen mit tiefsinnigen und leicht grotesken Kifferweisheiten, die jeweils das Thema der betreffenden Folge auf den Punkt bringen. Versteht sich sehr gut mit Odette und unterstützt sie, wo er nur kann – und umgekehrt.

Klaus Töfting, Partner in der Kanzlei ihres Vaters und Odettes Verehrer

40, leicht übergewichtig und eher unscheinbar. Schüchtern und durch und durch rechtschaffen. Hat es dank exzellenter Noten in die Kanzlei von Odettes Vater geschafft, wird von diesem aber wegen seiner dänischen Herkunft verspottet und wegen seinem Glauben an Recht und Gesetz gefürchtet und bekämpft. Schwärmt für Odette und ist hin und hergerissen zwischen dem Wunsch, sie zu schützen und ihren Vater auffliegen zu lassen. Sie registriert seine Anziehung, kann aber nicht darauf reagieren, weil die Familie jede Annäherung sabotiert.

Die Welt, in der die Serie spielt

Das westliche Hamburg von „Odette, für dich!“ ist wieder erkennbar, aber durch die Konzentration auf das Haus und den Garten der von Schmidts zu einer leichten „Guldenburg“-Parodie verzerrt. Die Welt der Fernsehprominenten, deren Fälle Odette löst, wirkt im Vergleich dazu überraschend normal. Trotz aller Schärfe der Familienauseinandersetzung und trotz des großen Grundthemas (erwachsen werden, seinen Platz in der Familie finden und sich von ihr lösen) ist die Welt von „Odette, für dich!“ heil, eine, in der selbst existenzielle Krisen keine ernsthafte Bedrohung sind. Weil Odette zu stark ist und die anderen Protagonisten zu überzeichnet, um bedrohlich zu wirken.

Tonalität

Die Grundstimmung von „Odette, für dich!“ ist freundlich und liebenswürdig. Umso mehr, je stärker Frigga ätzt und Freya intrigiert. Die beteiligte Fernsehprominenz wirkt durch Selbstironie sympathisch, die emotionalen Verwerfungen der Familie werden durch Slapstick und visuelle Gags aufgefangen. Der einordnende Kommentar des Off-Sprechers ermöglicht kulturelle Anspielungen und versteckte Gags, verhindert aber zugleich, dass die Serie zu clever oder verwirrend wirkt.

Struktur

Angelegt als Serie, die über eine Staffel von 13 bis 22 Folgen läuft. In jeder Folge steht die Lösung eines Falles im Vordergrund, eingebettet in die laufenden Konflikte der Familie. Diese bilden einen übergeordneten Handlungsbogen, in dessen Verlauf Odette von den Gaunereien des Vaters und vom bevorstehenden Bankrott der Familie erfährt. Die erste Staffel könnte z.B. damit enden, dass die Familie ihr Haus zu verlieren droht und zu Odette ins Wohnmobil ziehen muss.

 

Dialogprobe: Familienrat

INT. WOHN-ESSZIMMER DER VON SCHMIDTS, ABENDS.

(Odette, Cord, Freya, Frigga.)

ODETTE DECKT DEN TISCH. CORD, FREYA UND FRIGGA SETZEN SICH SCHWEIGEND UND WIDERWILLIG.

ERZÄHLER (O.S.)

Und so versammelte Odette an diesem Abend den Familienrat, um allen zu sagen, dass sie vorhatte zu bleiben. In Odettes Welt kochte man für die anderen und aß zusammen, wenn man etwas Wichtiges zu besprechen hatte. In der Welt der von Schmidts gab es nichts zu besprechen. Aber keiner von ihnen wäre auf die Idee gekommen, eine kostenlose Mahlzeit auszuschlagen. Oder die Gelegenheit, darüber zu lästern.

FREYA

Ach, Odette, mein Schatz. Diese ganze verschenkte Häuslichkeit. Warum hast du bloß nie geheiratet.

ODETTE (LACHT)

Mein Leben fängt gerade erst an …

CORD (UNTERBRICHT)

In einem Hymermobil XL auf meinem englischen Rasen.

ODETTE

… und im Gegensatz zu euch habe ich durchaus noch die Chance, eine glückliche Ehe zu führen.

FREYA

Ich war zehn Jahre glücklich verheiratet. Nicht schlecht, bei 36 Jahren Ehe. Aber Nudeln Zur Nacht? Wenn uns nicht die Terroristen umbringen, dann die Kohlehydrate.

FRIGGA (ZU FREYA)

Normalerweise würde ich sagen: Das ist doch eine gute Grundlage. Aber bei deinen Trinkgewohnheiten muss man um diese Uhrzeit wohl eher von einem Deckel sprechen.

CORD (MIT BLICK AUF DIE BOLOGNESE)

Eine Zigeunerin im Garten und Gastarbeiteressen auf dem Tisch. Das meine ich positiv. Es ist so … romantisch.

ERZÄHLER (O.S.)

Das heißt, nicht alle hatten sich versammelt. Zum Teil waren sie zu sehr mit ihrer Arbeit beschäftigt …

INT. ODINS JUGENDZIMMER, ABENDS.

(Odin.)

ODIN TRÄGT EINEN HAUTENGEN SCHWARZEN GYMNATIKANZUG, WEIßE HANDSCHUHE UND WEIßE SCHMINKE IM GESICHT. MIT DEN HÄNDEN TASTET ER EINE UNSICHTBARE GLASWAND AB UND WECHSELT DABEI MEHRFACH DIE POSITION IM RAUM.

ODIN (HALBLAUT)

Ah, also hier ist die Glaswand. Nein, Moment, ich glaube, sie ist hier drüben. Ja. Schon viel besser. Andererseits … nein, die Glaswand ist schief. Verdammt, woher weiß ich, wo die unsichtbare Glaswand steht?

ERZÄHLER (O.S.)

… zum Teil waren sie dankbar für die Ablenkung, die ihnen erlaubte, etwas im Geheimen zu tun, wovon niemand wissen durfte, weil keiner in der Familie es verstanden hätte.

INT. FRIEDRICHS ZIMMER, ABENDS.

(Friedrich.)

FRIEDRICH SITZT IN EINEM IRREFÜHREND PSYCHEDELISCH ABGEDUNKELTEN RAUM VORNÜBERGEBEUGT AM SCHREIBTISCH, ES SIEHT AUS, ALS WÜRDE ER EINEN JOINT DREHEN. BEIM NÄHERKOMMEN SIEHT MAN, DASS ER DABEI IST, IN EINEM MATHEMATIKHEFT TRIGONOMETRISCHE AUFGABEN ZU LÖSEN.

INT. WOHN-ESSZIMMER DER VON SCHMIDTS, ABENDS.

(Odette, Cord, Freya, Frigga.)

ODETTE (IHR GLAS ERHEBEND)

     Ihr habt mich bisher zwar nicht willkommen geheißen …

FREYA (UNTERBRICHT)

Es gab wenig Gelegenheit zwischen dem Zersplittern der Hainbuchenhecke und dem Zusammenprall mit den unteren Ästen der Familieneiche.

ODETTE (UNBEIRRT)

… aber ich möchte euch sagen, ich bleibe hier, denn ich habe meinen Platz gefunden.

FRIGGA

Ich glaube, du musst dein Navi reklamieren. Die Dauercamper stehen in Finkenwerder, hinterm Elbtunnel rechts.

CORD (SARKASTISCH)

Sag mir bitte, dass du wenigstens aus deinem Wohnwagen als Privatdetektivin arbeiten wirst oder etwas in der Art. Dann hätte wenigstens eins meiner Kinder einen richtigen Beruf.

ODETTE

Weißt du was, Papa, das ist der erste konstruktive Vorschlag und die beste Idee, die ich gehört habe, seit ich wieder hier bin: Odette von Schmidt, Privatdetektivin.

FREYA

Anruf genügt? Du kannst dir ja nicht mal mehr ein Handy leisten.

ODETTE

Aber ich habe euch. Und euer Telefon.

FRIEDRICH BETRITT DAS WOHN-ESSZIMMER, SETZT SICH AN DEN TISCH UND LÄDT SICH DEN TELLER VOLL.

FRIEDRICH

Familie ist, wo du Antworten kriegst, zu denen du noch nicht mal die Fragen gestellt hast.

(…)

8 Kommentare zu “„Odette, für dich!“, oder: Wie ich mir vor einigen Jahren die Zukunft des Fernsehens vorstellte (1)

  1. Till, ich wußte es: aus Dir kann noch was werden. Und wenn ich ein TV-Empfangsgerät besäße, würde ich auch jede Folge schauen. Aber vielleicht, in ein paar Jahren… für sowas tät ich mir sogar noch eine Glotze zulegen. Und danke für die Unterbringung in Deiner Blogroll. Ich bin geschmeichelt!

    • Friederike, falls in der Hinsicht jemals was aus mir werden sollte, würde das so lange dauern, dass Fernseher bis dahin endgültig obsolet sind. Also nichts überstürzen!
      Ich freue mich immer über den Landlebenblog und bewundere, wie ereignisreich dein Leben ist. Liegt das an der Provinz? Eher an dir, glaube ich.

      • Nee, nee, eindeutig an der Provinz. Ich hatte beruflich noch nie soviel zu tun wie hier (und ich hab schon vorher viel gearbeitet). Man muß nur genau hinschauen, dann ist das hier wie Kino. (Nee, besser.) Aber in Berlin und Hamburg ist ja schon auch manchmal was los, oder?

      • Ja, schon, aber ich mach‘ ja mehr so Meta-Journalismus, also: die Leute und die Dinge durch ein umgedrehtes Teleskop betrachten, um möglichst weit weg von den Ereignissen zu sein.

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