Wenn das Plan B war, hab ich Plan A vergessen

Bildschirmfoto 2017-09-18 um 23.43.54Ich beschließe, mir die Doman http://www.zungenschaber.de zu sichern und dann von dort aus Besucher auf meine Seite umzuleiten, weil ich denke, dass Menschen, die sich mit Zungenschabern beschäftigen, möglicherweise Interesse an meinem Shit haben könnten. Nur so ein Bauchgefühl.
Über Zungenschaber denke ich überhaupt nur nach, weil die Dentalhygienikerin mir empfohlen hat, einen zu verwenden. Also nicht mir speziell, meine Zunge ist astabohne, darauf bestehe ich. Mir allgemein, als Mensch.
„Jeder sollte einen Zungenschaber benutzen“, sagt sie.
Eben, denke ich. Jeder sollte, keiner will so richtig, dass ist doch der Stoff, aus dem vielgeklickte Domains werden, eines Tages. Zugleich weiß ich, dass ich nur einen Zungenschaber werde benutzen können, wenn es mir gelingt, das Wort zu vergessen. Es ist außerordentlich unschön. Ich finde es so anschaulich und zugleich hässlich wie andere das Wort Schiebestrecke.
Zu Hause leite ich in die Wege, http://www.zungenschaber.de zu meiner URL zu machen. Dieser Plan scheitert schnell und klar. Die Domain befindet sich im Besitz von jemandem in den Vereinigten Arabischen Emiraten, der sie mir möglicherweise gegen Gebot verkaufen würde. Das Mindestgebot beträgt 299 Euro. Die Verhandlungen laufen über einen Mittler. Ich denke, um auf Nummer sicher zu gehen, müsste ich nicht 300 Euro, sondern zum Beispiel 399 Euro oder 499 Euro bieten. You can’t put a price on Zungenschaber.
Meine Frau betrachtet mich vom Esstisch aus, wie ich mit dem Laptop auf dem Sofa sitze.
„Was denkst du?“, fragt sie. Ich sage nichts und spüre die Zunge in meinem Mund wie der Range-Rover-Laderaum den irischen Wolfshund.

Neues Geschäftsmodell: „Beziehungsberater“ und „Das Leben ist nur eine Phase“ zu verschenken

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Mehr als drei Jahre, nachdem eine joviale PR-Assistentin in Los Angeles dieses Foto von Amanda Seyfried (re.) und mir gemacht hatte, kam ich auf die Idee, meine Remittenden zu verschenken, statt sie zu lagern. Was jedoch nicht erklärt, warum die PR-Assistentin unsere Hände abgeschnitten hat; möglicherweise litt sie unter Chirophobie, worüber ich jetzt aber nicht spekulieren möchte, es wäre unpassend. Danke an dieser Stelle für das Foto!

Update 16. Juni 2014: „Das Leben ist nur eine Phase“ war dann doch sehr schnell weg, ab jetzt nur noch „Beziehungsberater“. Der erste Schwung wird nächste Woche verschickt.

Bei mir im Keller liegt eine nicht unerhebliche Menge von Restexemplaren meiner ersten beiden Bücher „Der kleine Beziehungsberater“ (Reinbek bei Hamburg, 2001) und „Das Leben ist nur eine Phase“ (München, 2007). Statt diese weiter zu lagern, verschenke ich sie ab jetzt lieber an alle Interessierten. Erst wollte ich sie zum Selbstkostenpreis (Porto und Verpackung) abgeben, aber ganz ehrlich, beim Büchersendungstarif sind das €1,50 bis €2,-, damit tun wir uns doch alle keinen Gefallen.

Darum gilt ab jetzt und so lange der Vorrat reicht: Bei Bedarf am „Beziehungsberater“ oder der „Phase“ bitte einfach Nachricht über das Kontaktformular oder über Facebook an mich, dann noch mal, um mich daran zu erinnern, dann die Hoffnung aufgeben, und dann kommt das Buch.

Die Zustellgeschwindigkeit wird möglicherweise auch davon beeinflusst werden, in welchem Ton die Anforderungsnachricht verfasst ist. Im Moment kann ich noch nicht sagen, ob ich besser auf barsche Anweisungen oder auf schmeichelndes Gesäusel reagieren werde. Spannend!

Siehst du schon was?

Glaub ich nicht, denn hier steht ja noch nichts. Das wird sich aber ändern: spätestens am 1. März 2014. Dann gibt es nämlich was zu erzählen. Bis dahin ist das hier ein einsamer Ort, ein Nirgendwo im Internet, kalt, windig und unbelebt. Trotzdem danke für den Besuch, und hoffentlich auf bald.

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Bis dahin: Das oben ist neu (März 2014), das unten nicht (September 2011).