Frau Volk

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Einmal sagte Frau Volk: Also, wenn Sie während der Arbeitszeit ins Kino gehen, komme ich mit. Na gut. Es galt, in der Pressevorführung einen Film zu begutachten, der später „von BRIGITTE präsentiert“ werden sollte. Es handelte sich um „Gottes Werk und Teufels Beitrag“: Waisenhaus. Sehr viel Waisenhaus. Ich weine im Kino schnell. Es war mir peinlich, ich atmete flach. Verstohlen sah ich nach links. Frau Volk liefen die Tränen übers Gesicht. Als das Licht wieder anging, schwiegen wir und wischten uns verstohlen die Gesichter. Während sie sich in einen ihrer Schals hüllte, zischte sie mir zu: Darüber kein Wort, zu niemandem, hören Sie? Ich glaube, das gilt jetzt nicht mehr. Weiterlesen

Kurzer Versuch übers Kauderwelsch

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Dame Annee Moulia

Neuve Du Sieur Haufkur

Demunrant tous lestrois

a Anhuahuaf vremy

musique a La requete

Du Sieur Jacques Stimas

Mit dem Satz „Lange Zeit bin ich früh schlafen gegangen“ beginnt Marcel Prousts „Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“. Danach: sechzig Seiten über Einschlafprobleme. Seit über einem Jahr ringe ich jetzt mit der Lektüre und will eigentlich schon lange was darüber schreiben, weil mich Prousts Ego-Fanzine (wie wir diese Textform früher im Science-fiction-Fandom nannten) so aufgeregt und abgeregt hat und immer noch beschäftigt, und weil ich beim Lesen so viel gelernt und verlernt habe. All das aber ist zweitranging angesichts dieses Bettbezugs, den meine Mutter bei „Maison Strauss“ (vormals „Strauss Innovation“) erworben hat. Weiterlesen

(Verbesserte Überschrift in Arbeit.)

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Foto vor dem Gespräch zur Frage der Vereinbarkeit von Familie und Beruf 2014

Vorige Woche Dienstag war ich im Bundeskanzleramt, man sieht es auf dem Foto. Ich war eingeladen zu einem „Gespräch im kleineren Kreis“, das der Vorbereitung der 2. Konferenz „Frauen in Führungspositionen“ dienen sollte. Wie man auf dem Foto sieht, war nur eine Frau in Führungsposition aktiv an diesem Gespräch beteiligt. Weil eine Frauenrunde im vorigen Jahr übereingekommen war, es wäre doch einmal interessant, die Männer und Väter zum Thema zu hören. Genauer gesagt, zu „Problemen der Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Väter“, so formulierte es der Chef des Bundeskanzleramts in seinem Einladungsschreiben: Die Bundeskanzlerin „möchte mit Ihnen diskutieren, welche besonderen Widerstände Väter bei ihrem Arbeitgeber, aber auch in der Gesellschaft zu überwinden haben, wenn sie Elternzeit nehmen oder … Teilzeit beantragen.“

Ich bin immer alarmiert, wenn jemand mich für einen Experten für irgendwas hält. Weiterlesen