Entlastungs-Podcast Folge 6: In Schreibklausur

Zu den schönsten Dingen in diesem Jahr gehört, dass Alena Schröder und ich angefangen haben, einen Podcast zu machen, und dass sie ihn immer schneidet. Mittlerweile gibt es sechs Folgen davon, eine unfassbare Erfolgsgeschichte, die innerhalb nur weniger Monate ein weltweites Podcast-Fieber ausgelöst hat, wie es sich niemand zuvor hätte träumen lassen. Aber bitte vergesst nie: Wir waren die ersten! Oder um genauer zu sein: die letzten. Aber das macht nichts, denn wir machen es für uns und für Autor*innen, die vom Schreiben leben (materiell oder seelisch oder beides), und die trotzdem zwischendurch immer mal wieder denken, ach du Scheiße, was tue ich hier eigentlich und warum und wo sind die Süßigkeiten und die Fernbedienung.

Dies hier haben wir vor drei, vier Wochen aufgenommen, in Rerik an der Ostsee, denn wir wollten der Frage nachgehen: Warum ist es eigentlich so gut, mit anderen zum Schreiben wegzufahren? Alena waren vier Tage in einem Haus an der Ostsee mit Stephan Bartels und Maike Rasch und tauschen uns hier mit ihnen in vier Tageskapiteln aus über:

– soziale Kontrolle und Prokrastination,

– To-Do-Listen und Schreibwaren,

– In-den-Arsch-tret-Lizenzen im Co-Working-Space,

– verschiedene Arten von Druck und

– das Für und Wider des Method-Schreibing.

Am Ende gibt es einen vorgelesenen Anfang, dazwischen einige Erfolge und Niederlagen. Danke fürs Zuhören!

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Entlastungspodcast Folge 5: Wie es ist, wenn ein Buch erscheint

Was passiert zwischen Manuskriptabgabe und dem Erscheinen eines Buches? Wie fremd wird einem der eigene Text? Was ist Verkaufsranglistenporno und welche Art von Kritik tut am meisten weh? Und räumen eigentlich alle Autor*innen Buchläden um? Anlässlich des Erscheinens von „Unter Wasser“ sprechen Alena Schröder und ich über alles, was sich zwischen Manuskriptabgabe und Erscheinen eines Buches abspielt.

Entlastungs-Podcast Folge 3: Sex-Szenen

Diesmal sprechen Alena Schröder und ich darüber, ob man Sex-Szenen überhaupt schreiben soll, und wenn ja, wie. Und warum wir sie so selten schreiben. Unter anderem kommen vor Margarete Stokowski, Thomas Pynchon, Toni Morrison und Passagen aus noch unveröffentlichten Büchern von uns.

Entlastungs-Podcast Folge 2: Figuren und Klischees

Vorige Woche war ich sechs Tage in Lexow, Mecklenburg, um im dortigen Gutshaus mit meinen Kolleg*innen Isabel Bogdan, Simone Buchholz, Romy Fölck, Markus Friederici, Anja Goerz, Tatjana Kruse, Angélique Mundt und Frank Spilker nebeneinander und miteinander zu schreiben und übers Schreiben zu reden, aber auch zu kochen und zu feiern. Und zu essen und zu trinken. Und an den See zu fahren. Besonders hat mich dann gefreut, dass Alena Schröder uns am Donnerstag und Freitag besucht hat, so dass sie einen guten Teil des Publikums bei unserer Neuner-Lesung gestellt hat, und wir beide im hintersten Zimmer die 2. Folge unseres Autor*innen-Podcasts „Sexy und bodenständig“ aufnehmen konnten. Es geht um Figuren und vor allem Klischees, darum, weshalb so sie unvermeidlich sind oder scheinen, und mit welchen Tricks wir die Klischees umgehen oder eben gerade nicht, und ob ich bei Adam Danowski eigentlich immer nur über mich selber schreibe.

Podcast: Alena Schröder und ich reden übers Schreiben

Alena und ich nennen unseren Podcast „Sexy und bodenständig“, weil das eine Figurenbeschreibung ist, die uns in einem Manuskript mal besonders gut nicht gefallen hat, und über sowas wollen wir reden: Wie schreiben wir und was, und wie und was lieber nicht. Ein Entlastungs-Podcast für Autorinnen und Autoren. Übers Ringen um glaubwürdige Figuren, Prokrastination, oder (und damit fangen wir an) das Leiden am Schreiben. Dies ist die erste Folge.

Alena und ich haben ein paar Jahre lang zusammen bzw. im Wechsel die Sex-Kolumne „Nackte Zahlen“ für SZ-Magazin.de geschrieben, und ursprünglich wollten wir die mit einem Podcast begleiten. Spurenelemente davon sind noch enthalten. Aber das Thema ist unser Beruf. Alena Schröder hat die sehr lustigen und klugen „Benni-Mama“-Bücher geschrieben, die vom Leben unter Eltern handeln („Große Ärsche auf kleinen Stühlen“, „Kleine Scheißer in großen Gärten“, „Große Ärsche im Klassenzimmer“, Fischer Verlag), und zuletzt mit Nataly Bleuel und Christian Esser das sehr aktuelle und bewegende Sachbuch „Herzenssache – Organspende: Wenn der Tod Leben rettet“ (C. Bertelsmann).